Sinus pilonidalis

Diese Erkrankung hat eine Vielzahl verschiedener Namen. Neben der o.g. Bezeichnung werden unter anderem auch die Begriffe Steißbeinfistel, Steißbeinzyste, Haarbalgzyste, Dermoidzyste, Sakrococcygealzyste, Haarnestgrübchen, Sakraldermoid, Jeeps disease (im II. Weltkrieg wurden 77637 amerikanische Soldaten am Sinus operiert, weitere 9000 hatten diese Diagnose als Zweitbefund, als Ursache nahm man das Schwitzen auf den Kunststoffsitzen der Militärjeeps an).

 

Die genaue Ursache der Erkrankung ist nicht bekannt. Männliches Geschlecht, starke Körperbehaarung, familiäre Häufung, Übergewicht, starkes Schwitzen scheinen Risikofaktoren zu sein.

 

Es gibt eine asymptomatische, chronische und eine akut-abszedierende (eiterhöhlenbildende Form), die ineinander übergehen. Eine Spontanheilung gibt es nicht, das Krankheitsbild dehnt sich bei Nichtbehandlung aus. Übergänge in ein Plattenepithelkarzinom (Hautkrebs) sind beschrieben, aber selten.