Gelenkknorpelschützende (chondroprotektive) Therapie

Manchmal kann es sinnvoll und hilfreich sein, künstlich herge-stellte Hauptbestandteile des Gelenkknorpels und der Gelenk-flüssigkeit (Hyaluronat) in visköser Konsistenz (zähflüssiger Form) von außen, d.h. über eine Injektion dem Gelenk zuzuführen. Ziel ist es, eine bessere Gleitfähigkeit der überbeanspruchten oder abgenutzten Gelenkkomponenten zu erreichen und Teile der Substanz im Knorpel einzubauen.

 

Die genaue Menge des Medikaments und die Anzahl der Injektionen richtet sich nach der möglichen bzw. im Einzelfall sinnvollen Wirkstoffkonzentration und dem betroffenen Gelenk.

 

Einsatzgebiete sind die Arthrosen von Gelenken (z.B. Schulter, Knie, Sprunggelenk, Handgelenk, Daumensattelgelenk, Großzehengelenk) im Anfangsstadium, zum Hinauszögern einer Operation oder zur Beschwerdelinderung bei medizinisch nicht mehr vertretbarer oder persönlich nicht gewünschter operativer Versorgung.

Wenn der gewünschte Erfolg eingetreten ist, aber biologisch bedingt nach einem längeren Zeitraum (Monate - Jahre) wieder nachlässt, kann die Therapie wiederholt werden.

 

Desweiteren werden spezielle Hyaluronsäurezubereitungen auch bei verklebenden Entzündungen der Schultergelenkkapsel, der Epikondylitis humeri radialis (Tennisarm) und auch bei akuten Bandverletzungen (z.B. Außenbandverletzung des Oberen Sprunggelenkes) eingesetzt.