Sehnenscheidenengen ("Schnellender Finger", Tendovaginitis stenosans)

Die Beugesehen der Finger und des Daumens verlaufen durch verschiedene bindegewebige Kanäle. Kommt es zu einem Missverhältnis der Weite des Kanals zur Dicke de Sehnen, entsteht eine Sehnenscheidenenge (in Höhe der beugeseitigen Fingergrundgelenke).


Es kommt zu Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und Fixierung des betroffenen Fingers in Beugung, welche nur mit großer Kraft oder durch Zuhilfenahme der anderen Hand überwunden werden kann. Dabei entsteht das Schnappphänomen.


Die Therapie besteht in der operativen Freilegung des betroffenen Sehnenkanals mit Spaltung des Kanals und Mobilisierung der Sehnen. In der Regel wird der Eingriff in örtlicher Betäubung durchgeführt.


Eine häufige Lokalisation einer Sehnenscheidenenge ist der M. de Quervain. Hier sind die Strecksehnen des Daumens in Höhe des Griffelfortsatzes der Speiche betroffen. Akut aufgetretene Symptome können häufig mit einer Ruhigstellung für 2-3 Wochen behandelt werden, wenn die Beschwerden länger bestehen oder die Ruhigstellung erfolglos ist, erfolgt auch hier die operative Freilegung der Sehnen.