Behandlung handchirurgischer Krankheitsbilder

Die Diagnostik und Therapie von Erkrankungen und Funktionsstörungen der Hand ist eine wichtige Säule meiner Tätigkeit. Unsere Hände gehören zu den am meisten genutzten Körperteilen. Es gibt nur wenige Tätigkeiten, bei denen wir unsere Hände nicht bewusst oder unbewusst einsetzen. Sie informieren uns durch den Tast- und Temperatursinn über die Beschaffenheit von Oberflächen oder Substanzen, über deren Aggregatzustand und Temperatur. Sie sind ein wichtiges, in der Natur einmaliges Greiforgan, mit welchem sowohl gröbere Arbeiten als auch sehr schwierige, feinmotorisch anspruchsvolle Aufgaben verrichtet werden können. Auch zur Kommunikation werden sein genutzt. Störungen der Funktion der Hände und der Finger fallen somit einerseits frühzeitig auf und sind andererseits aufgrund der vielfältigen Belastungen häufig.

 

 

 

 

Aus der Diagnostik der Funktionsstörung - klinisch, funktionell, neurologisch und bildgebend - leitet sich die Therapie ab, die ein breites Spektrum umfasst - über Schienen- und Orthesenbehandlungen, medikamentöse und physikalische Maßnahmen bis hin zu einer Vielzahl operativer Möglichkeiten an Haut, Unterhaut, Weichteilen, Bändern, Sehnen, Nerven und Knochen.

Auf Grund der feinen Strukturen in sehr enger Nachbarschaft zueinander und der Konsequenzen bei einem Funktionsausfall werden handchirurgische Operationen zum größten Teil unter Verwendung spezieller Instrumente, optischer Vergrößerungen und mit Anlage von Blutsperren durchgeführt. Daraus ergeben sich auch Bedingungen für die Wahl des Betäubungs-verfahrens, als örtliche Betäubung, Anästhesie einer Körperregion oder Vollnarkose.

Bestandteil der Therapie ist weiterhin eine dem Krankheitsbild angepasste Nachbehandlung, zu der die aktive Mitarbeit des Patienten bei der selbständigen Durchführung von erlernten Bewegungsübungen ebenso gehört wie erforderlichenfalls eine professionelle krankengymnastische und ergotherapeutische Behandlung.