Tarsaltunnelsyndrom

 

Das Tarsaltunnelsyndrom entsteht durch eine Einengung des Nervus tibialis zwischen den Fußwurzelknochen und einer Bandstruktur, dem Retinakulum flexorum, hinter und unter dem Innenknöchel. Symptome sind Schmerzen hinter und unter dem Innenknöchel mit Ausstrahlung in Fußsohle und Ferse sowie Missempfindungen in diesem Bereich.

 

Das Tarsaltunnelsyndrom kann als "Gegenstück" zum Carpaltunnelsyndrom betrachtet werden.

 

Die Diagnosestellung erfolgt anhand der Beschwerdesymptomatik und des Untersuchungsbefundes. Ergänzend werden Röntgenuntersuchungen durchgeführt, gegebenenfalls auch eine Zusatzuntersuchung beim Facharzt für Neurologie veranlasst und Schnittbildverfahren (Computertomographie, Magnetresonanztomographie) angewendet.

 

Die definitive Therapie besteht in der operativen Freilegung des N. tibialis hinter und unter dem Innenknöchel. Dabei werden das den Nerv bedeckende Band durchtrennt, der Nerv freigelegt und der Kanal auf Raumforderungen, wie Fettgewebsgeschwülste oder Ganglien untersucht.

 

Die Nachbehandlung umfasst eine Teilbelastung an Unterarmgehstützen für zwei Wochen, gegebenenfalls auch in einer Unterschenkelorthese. Für diese Zeit ist eine Thromboseprophylaxe mit täglichen Injektionen erforderlich.