Metatarsalgie

 

 

Als Metatarsalgie bezeichnet man einen chronischen, zunächst belastungsabhängigen, später auch dauerhaften Schmerz an der Fußsohle im Bereich der Mittelfußköpfchen (meist II/III). Die Therapie ist zunächst konservativ mit Einlagenversorgung und Weichbettung des betroffenen Bereiches sowie Tragen bequemen Schuhwerks. Bei ausbleibenden Therapieerfolg kommt operativ zum Beispiel die Verkürzungsosteotomie nach Weil in Frage (auch möglich bei ausgeprägten Hammer- oder Krallenzehendeformitäten) LINK. Dazu erfolgt hinter dem Köpfchen des Mittelfußknochens eine von fußrückenwärts nach körpernah fußsohlenwärts verlaufende Durchtrennung des Knochens. Das köpfchentragende Fragment wird nach körpernah verschoben und mit einer kleinen Schraube wieder befestigt. Die Nachbehandlung kann im Vorfußentlastungsschuh erfolgen.

Eine mögliche Alternative stellt die Weingart-Osteotomie dar. Die Operation kann bei allen Gründen, die zur Weil-Osteotomie führen, alternativ durchgeführt werden. Dabei wird der Knochen hinter dem Mittelfußköpfchen von der Streckseite her zunächst unvollständig durchtrennt. Ein zweiter Schnitt etwas körpernäher durchtrennt dann den Knochen. Die Knochenscheibe wird entfernt, so dass eine kleine Stufe entsteh, welche in eine zu schaffende Stufe am Schaft eingepasst wird. Somit kann man hier nicht nur den Knochen verkürzen, sondern auch das Köpfchen leicht anheben oder seitlich verschieben. Die Wiedervereinigung erfolgt auch hier mit einer Schraube oder einem Draht.