Hallux rigidus 

 

Als Hallux rigidus wird die fortgeschrittene Bewegungseinschränkung des Großzehengrundgelenkes bei Großzehengrundgelenkarthrose, resultierend sowohl aus dem Knorpelverschleiß selbst, als auch aus der Ausbildung knöcherner Anbauten (Osteophyten), bezeichnet. Er kann isoliert oder in Verbindung mit einem Hallux valgus entstehen. Es tritt eine Bewegungseinschränkung vor allem für die Zehenbeweglichkeit nach fußrückenwärts auf und es entwickeln sich Probleme im Schuhwerk durch die Osteophyten. Die konservativen Therapiemöglichkeiten umfassen die Einlagenversorgung, orthopädisch zugerichtetes Schuhwerk, Kräftigung der Fußsohlenmuskulatur sowie intraartikuläre Injektionen (Hyaluronsäure).

Operative Maßnahmen bestehen in der Cheilektomie oder der Großzehengrundgelenksarthrodese. Bei der Cheilektomie werden die Osteophyten an den Seiten und streckseitig des Mittelfußköpfchens, hier unter Einbeziehung von 1/3 der Gelenkfläche (OP nach Valenti) abgetragen. Eine Überstreckung von 70 Grad ist das Ziel. Bei fortgeschrittenen Arthrosen ist die Arthrodese (Versteifung) zu erwägen. Dabei werden die gelenkbildenden Knochenanteile entfernt und die Knochenenden vereint. Es besteht die Möglichkeit der Verwendung passgenauer Kugelfräsen für besseren Kontakt (Cup and cone). Die Stabilisierung erfolgt mit speziellen Metallplatten oder Schrauben. Die endoprothetische Versorgung (Kunstgelenk des Großzehengrundgelenkes) ist inzwischen technisch auch möglich.